Historisches

Die Chronik von Braunsdorf
Auszüge der Chronik von Braunsdorf

In kleinen Auszügen aus der Chronik des Ortes Braunsdorf möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Geschichte dieses Ortsteils geben.
um 1250 Entstehung des Ortes als einreihiges Waldhufendorf als letzter Ort flussabwärts der Zschopau von der alten Schellenburg/Augustusburg aus, vermutlich benannt nach dem Locator Bruno (Brunos Dorf).
1349 Erstmalige urkundliche Erwähnung als dem „distriktus“ Schellenberg zugehörig – mit kirchlicher Bindung an Flöha. Junge von Meckau hatte hier im Ort Einkünfte.
1360 Braunsdorf wurde in einer Urkunde Katharina, der Gemahlin von Jungmann von Meckau, zu Leibgedinge verschrieben.
1474 „Brunßdorff“, spätestens jetzt zur Herrschaft Lichtenwalde gehörend, wird als Leibgut der adligen Witwe Ilse von Harras genannt.
1507 Georg von Harras auf Lichtenwalde verkauft einen Teil seiner Zinseinkünfte zu Braunsdorf, wiederverkäuflich an den Stadtpfarrer und Altaristen zu Chemnitz. Die Mühle wurde erstmals erwähnt – Müller war Nickel Zacharyas.
1696 Braunsdorf gehört zum Verwaltungsbezirk des Amtes Frankenberg
1827 frühester Beleg einer Spinnfabrik in Braunsdorf, Eigner war Christian Gottlieb Vogelsang
1866 Die Bahnlinie wurde abgesteckt. Bau des Braunsdorfer Eisenbahnviaduktes.
1868 Im Februar Bau des Hausteintunnels, im April war bereits der Durchbruch geschafft, im Juli wurde er fertig gestellt.
1869 1. März Eröffnung der Bahnstrecke Hainichen – Niederwiesa, täglich verkehren 2 – 3 Züge auf dieser Strecke.
1874 Breyer & Saupe aus Hainichen waren Besitzer einer Filzfabrik in Braunsdorf.
1880 Franz Reinhold Weber kaufte die Mühle von der Fa. Breyer & Saupe.
1890 Die zweiklassige Dorfschule wurde am 13. November eingeweiht.
1909 Einweihung des Bootshauses des Chemnitzer Ruderklubs „Meteor“,
Im Februar Brand des Flechsigschen Gutes. Familie Richter kauft das Restaurant am Bahnhof, das noch heute in Familienbesitz betrieben wird.
1910 Am 8. Mai Einweihung des Bootshauses. Die Mühle erhält eigenen Bahnanschluss und der erste Siloturm mit 1000 t Fassungsvermögen wird gebaut. Paul Martin Tannenhauer wurde in Braunsdorf durch den Kauf der Spinnfabrik und Umbau zur Weberei ansässig.
1911 Das Wahrzeichen Braunsdorfs, der Wasserturm, wurde errichtet. Ausführliche Informationen erhalten Sie [hier].
1913 Eines der schwersten Einsenbahnunglücke Sachsens ereignete sich am 14. Dezember am Harrasfelsen. Ausführliche Informationen erhalten Sie [hier].
1928/1929 Bau der Oesterhelt-Brücke und Einweihung der neuen Straßenverbindung nach Niederwiesa.
1940 Gründung der (freiwilligen) Ortsfeuerwehr.
1961 Gründung der Braunsdorfer Blasmusikanten.
1962 Bau des Feuerwehrhauses.
1972 sozialistische Enteignung der Webermühle und ebenso Verstaatlichung der Weberei Tannenhauer.
1980 650 Jahr Feier mit großem Festumzug, Besucherrekord für Braunsdorf.
1981 Gründung des Carnevalsclub Braunsdorf (CCB).
1990 Im Juni kam das Aus für die Weberei Braunsdorf, dem größten Arbeitgeber im Ort.
1994 Das technische Denkmal „Historische Weberei Kurt Tannenhauer“ eröffnete seine Pforten.
1995 Zum 1. Juli wurde Braunsdorf nach Niederwiesa eingemeindet.
1995 Braunsdorfer Vereine organisierten im August das erste Vereinsfest organisiert.
2002 Beim Jahrtausendhochwasser stürzte die „Mühlenbrücke“ nach Niederwiesa ein, die „Fünferbrücke“ wurde beschädigt.
2004 Im Dezember Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke durch die Chemnitzer Citybahn.
2006 Im Dezember wurde die neu errichtete „Fünferbrücke“ eingeweiht.
   
Zusammengestellt von Heiko Lorenz, Stand: 09.11.2007
 
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