Historisches

Die Chronik von Niederwiesa
Auszüge der Chronik von Niederwiesa

In Auszügen aus der Chronik des Ortes Niederwiesa möchten wir Ihnen einen historischen Rückblick ermöglichen.

1216 Wiesa (heute Niederwiesa) als Entstehungsjahr angenommen
1346  wird „Wisa“ als selbstständige Pfarrei in der Matrikel des Meißner Bistums zum ersten Mal erwähnt
1350

Am 15. August wurden die Orte Niederwiesa und Oberwiesa im Lehnbuch Markgraf

Friedrich des III. (des Strengen) als Villas dictem Wisen (Originalschreibweise im Lehnbuch) bezeichnet, die zumindest teilweise im Besitz der Familie von Hirschfeld sind. Heinrich von Lichtenwalde besaß damals ein Gut, das „zur Wise“ (Originalschreib-weise im Lehnbuch: allodium dictem zu der Wisen) genannt wurde. (Schreiben vom 06.01.1991 Staatsarchiv Dresden – Dr. sc. phil. Groß, Direktor)

1378 

werden im Steuerregister des Markgrafen von Meißen beide Ortsteile erstmals getrennt genannt.

Eintrag Nr. 94 – Wese superior – Oberwiesa
Eintrag Nr. 55 – Wese inferior – Niederwiesa

Eine Handschrift obengenannten Registers schreibt deutsch für Niederwiesa „Undern Wese“.

Beide Orte gehörten verwaltungsmäßig zum Amt Rochlitz, wie fast alle Dörfer der sich herausbildenden Herrschaft Lichtenwalde. (E. Kühnrich)

1450  gehört „zen der Wysen“ zur Lehnherrschaft Lichtenwalde, doch die Stadt Kempnitz übt das Recht der Bannmeile aus
1509    kam es zu sogenannten „Bierkriegen“ zwischen Wiesa und Chemnitz; Streit um das Baurecht und den Ausschank
1540 wird erstmals eine „Kirchschule“ erwähnt, die Lehrer sind nebenbei noch Handwerker oder Krämer
1563  Teilung in „Oberwieße“ und Niederwihsau“, wohl wegen der Streitigkeiten um das Kempnitzer Stadtrecht
1725 Aufstellung der Postsäule
1836-1840 baut man im Niederwiesaer Struthflügel Steinkohle ab
1844 Ablösung der Frondienste im Gebiet
1860 wird in „Ober – Wiesa“ eine Brauerei gebaut (Nähe Spritzenhaus), die bis 1890 besteht, derzeitiger Landbrückenzoll 5 Pfg.
1861-1877  Eisenbahn : 1866 Strecke Chemnitz – Annaberg; 1869 Chemnitz – Dresden (Bahnhof); 1869 Chemnitz – Hainichen; 1877 Chemnitz – Reitzenhain
1884  2. Brauerei an der Dresdner Straße bis 1900, 1898 eingebautes Restaurant ist der heutige Brauhof
1885 Bau der „Unteren Schule“ – heute Gemeinde – und Vereinshaus
1886   Erwarb der berühmte Fotograf Clemens Seeber (1851 – 1905) eine Sommervilla in Oberwiesa. Er hatte großen Anteil an der Entwicklung von Film und Fotografie in und um Chemnitz
1897   am 29. März Abbruch der alten Kirche, am 8. Juni Grundsteinlegung zum Kirchenneubau am Platz der alten Kirche
1898 am 19. September Kirchweihe
1912–1914 Bau des heutigen Bahnhofs Niederwiesa (Übergabe am 13. Januar 1914)
1914 Zusammenschluss der Dörfer Niederwiesa und Oberwiesa, der Ort führt den Namen „Wiesa“
1915 am 20. Juli wird laut Beschluss der Gemeinde der Ort in Niederwiesa umgenannt
1926 am 20. Oktober Grundsteinlegung zur künftigen Zentralschule auf dem Mühlberg
1927 am 10. September; Einweihung der Schule mit einem großen Volksfest
1927-1928 Bau der Turnhalle neben der neuen Schule
1965 elektrische Bahnstrecke wurde eingeweiht
1968 Inbetriebnahme des „Walter – Reichert“ Stadions durch die BSG Traktor Niederwiesa
1974 Baubeginn der Umgehungsstraße; 1979 Übergabe
1975 Aufbau eines feuerwehrhistorischen Museums
1981-1982  Neubau Schule an der Mühlenstraße; Einweihung am 30. April
1982-1983 Neubau einer Kinderkombination
1991  feiert Niederwiesa sein 775 jähriges Bestehen
1995-1996 Zusammenschluss der Orte Braunsdorf und Lichtenwalde mit der Gemeinde Niederwiesa
1996 Bezug der ersten Häuser in der Eigenheimsiedlung „Am Zapfenbach“
1998 Feierlichkeiten anläßlich „100 Jahre Neue Kirche Niederwiesa
1999 Einweihung des neuen Gemeindezentrums
1999 Sanierung Feldstraße
1999-2000 Wohnungsbau, Fußwegbau
2000 Sachsenmagistrale Bahn
2001  Fertigstellung Ringleitung Erdgas
 
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